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Versorgungslage bleibt kritisch - Warten auf Regen

Heizöl und Diesel kaum verfügbar.

Die Versorgungslage in den Gebieten Rhein-Main und Süd Westen ist extrem angespannt. Am Spotmarkt ist kaum Ware vorhanden, sodass sich die Preisbildung äußerst schwierig darstellt. 
Seit Beginn unserer Aufzeichnung hat der Rhein noch nie so wenig Wasser geführt. In Worms wird mittlerweile ein Pegelstand von nur noch 17 cm gemeldet. Dies ist allerdings nicht die Wassertiefe der Fahrrinne, die in diesem Fall noch 1,55 Meter beträgt, dennoch können die Binnenschiffe diese Stellen nur noch mit einem Bruchteil der Ladung befahren. Aktuell können die Tanker auf längere Strecken nur noch mit 16% Beladung gefahren werden. 
Für die Frachtraten bedeutet dies natürlich einen dramatischen Anstieg. Wenn man die Schiffe nur noch mit einem Bruchteil beladen kann, dann steigen die Kosten pro Tonne. Die Frachten haben mit 88 Euro pro Tonne nach Karlsruhe daher ein neues Allzeithoch erreicht. Die Versorgungslage ist damit mehr als angespannt, sodass vor allem versucht wird bestehende Verträge und Infrastruktureinrichtungen wie Bahn, Flughäfen und Tankstellen zu versorgen. Für den Spotmarkt bleibt da kaum mehr Ware übrig. Entsprechend gibt es hier - wenn überhaupt - rationierte Mengen mit einem saftigen Preisaufschlag.
Der Teuerungseffekt weitet sich aber auch auf andere Regionen aus.
Gesellschaften stellen ihre Logistik um und bringen Waren aus anderen Bereichen in die betroffenen Regionen. Dies führt auch zu Preisanstiegen in anderen Tanklägern, die nicht unbedingt direkt von dem Versorgungsengpass am Rhein betroffen sind. Die mangelnde Importmenge ist das eine Problem, eine andere Schwierigkeit besteht auch darin Nebenprodukte, wie beispielsweise Schweröle, von den Raffinerien im Inland abzutransportieren. Kommt die Schifffahrt vollständig zum Erliegen, werden auch die zum Großteil über Pipelines versorgen Raffinerien Probleme bei ihrer Produktion bekommen.